Beeinflusst die Ernährung die Symptome von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern?

Beeinflusst die Ernährung die Symptome von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern?

Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen nehmen oft weniger essentielle Nährstoffe zu sich als andere. Eine kürzlich in Portugal durchgeführte Studie analysierte die Essgewohnheiten von 76 Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren, von denen 43 diese Störung aufwiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Kinder deutlich weniger gesunde Fette wie Omega-9- und Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin C zu sich nehmen als Kinder ohne diese Störung.

Die Wissenschaftler identifizierten sieben verschiedene Ernährungsprofile, indem sie die Ernährung der Kinder über drei Tage hinweg untersuchten. Obwohl zwischen den beiden Gruppen keine großen Unterschiede festgestellt wurden, war ein Profil, das reich an Antioxidantien und Mineralstoffen ist, bei Kindern mit Aufmerksamkeitsproblemen tendenziell weniger ausgeprägt. Unter den untersuchten Nährstoffen stechen Vitamin A und Selen hervor. Ein Mangel an Vitamin A steht in Verbindung mit einer Zunahme von Konzentrationsschwierigkeiten und Impulsivität. Selen scheint hingegen eine Rolle bei der Regulierung emotionaler und sozialer Verhaltensweisen zu spielen.

Diese Beobachtungen legen nahe, dass bestimmte Mangelerscheinungen die Symptome verschlimmern könnten. Ungesättigte Fettsäuren, die in fettem Fisch oder Nüssen enthalten sind, sind wichtig für die richtige Funktion des Gehirns. Vitamin C, bekannt für seine antioxidativen Eigenschaften, ist ebenfalls an der Produktion chemischer Substanzen beteiligt, die für die Kommunikation zwischen den Neuronen essenziell sind. Eine unzureichende Zufuhr dieser Elemente könnte daher das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen.

Die Forscher betonen, dass die Ernährung diese Störungen nicht direkt verursacht, aber ihre Intensität beeinflussen kann. Die häufig verschriebenen Medikamente zur Behandlung von Hyperaktivität reduzieren manchmal den Appetit, was diese Ungleichgewichte noch verstärken kann. Eine besondere Aufmerksamkeit auf die Qualität der Mahlzeiten könnte daher die bestehenden therapeutischen Ansätze ergänzen. Diese Erkenntnisse ebnen den Weg für angepasste Ernährungsstrategien, um betroffene Kinder zu unterstützen.


Sources du média

Document de référence

DOI : https://doi.org/10.1007/s00787-026-03002-w

Titre : Nutrient patterns in children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: a case–control study

Revue : European Child & Adolescent Psychiatry

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Sofia Pinto; Teresa Correia-de-Sá; Hernâni Gonçalves; Sofia Marques; Micaela Guardiano; Benedita Sampaio-Maia; Joana Ferreira-Gomes

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